Historie

1000 Jahre Naumburg — wie alles begann

Matthias Ludwig, Domarchivar

An einem unbekannten Tag im Dezember des Jahres 1028 bestätigte Papst Johannes XIX. die Verlegung des Bischofsitzes von Zeitz an den Ort der neuen Burg (Nuwenburch) Markgrafen von Meißen. Die Bestätigung erfolgte in zweifacher Ausfertigung; ein Dokument wurde nach Naumburg versandt, ein zweites blieb in der päpstlichen Verwaltung in Rom.

Damals wurden die Urkunden der Päpste noch oft auf Papyrus geschrieben. Als das Naumburger Domkapitel im 13. Jahrhundert im Streit mit der alten Zeitzer Kirche lag, konnte es die päpstliche Bestätigung nicht mehr vorlegen, weil das feuchte Klima die Papyrusurkunde bereits zerstört hatte. So musste sich der Dompropst 1228 selbst nach Rom begeben, um eine Abschrift vom zweiten Exemplar anzufertigen. Doch auch diese Urkunde war bereits beschädigt und wies mehrere Lücken auf, die in der bis heute erhaltenen Abschrift des Jahres 1228 sichtbar sind. 

Erste urkundliche Erwähnung Naumburg