1000 Orte

Champignonzucht unter dem Naumburger Marktplatz (Lost Places 9)

Von

Andreas Brix

Es war eine der skurrilen Geschichten, die mir Neu-Naumburger Anfang der 1990er Jahre erzählt wurde. Unter dem Marktplatz gab es eine riesige Champignonzucht. In den weitverzweigten Kellerräumen, die sich über mehrere Etagen zogen und vom Hinterhof des Hauses in der Marienstraße mit der Aufschrift „Julius Starke“ zugänglich war, hatte Gerhard Brix mit vielen Helfern diese wohlschmeckenden Pilze gezüchtet.

Sein Sohn Andreas (auf dem Foto rechts) hat mir einige Fotos und einen Zeitungsartikel zugeschickt. Er erwähnt auch, dass sein Vater eine große Kirschplantage mit über 3000 Bäumen in Eckartsberga hatte, dessen Ertrag das Kirschfest immer mit absicherte. Nach der Wende kam dann noch eine Wachtelzucht dazu.

Interessant der Untertitel des Zeitungsartikel, der mit der Erfolgsmeldung titelte: Edelpilzzucht wird 1986 zu Ehren des 11. Parteitags verdoppelt

Viele HO Gaststätten wie der Ratskeller oder die Gaststätte Thüringer Pforte bezogen die Champignons von Gerhard Brix, der vor 3 1/2 Jahren verstarb.  Auf dem Foto mit Wachtel und -Eiern:

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